Tja, gestern immer weiter im schwarzen Loch versackt, Energieniveau auf Minimum gesunken.
Aber immerhin hatte ich es geschafft, die Mail an die Hausverwaltung zu schreiben, denn seit ein paar Tagen haben wir im Arbeitszimmer extremste Schimmelbildung feststellen müssen.
Heute früh dann die Mail, die für unser Haus zuständige Hausverwalterin will mit einem Schimmelexperten vorbeikommen, ob morgen Vormittag möglich wäre.
Zurückgeschrieben, dass morgen Vormittag nicht gehen wird, aber am Nachmittag wäre ich dann da - letztendlich haben wir also morgen um 14:30 einen Termin, wo die "gute Frau" dann hier höchstpersönlich auftauchen wird.
Und was macht man nicht alles, um nicht noch mehr Stress zu riskieren? Richtig, man räumt auf, man fegt, saugt und wischt die Bude, man bringt den Müll endlich - nach mehreren Wochen - mal endlich raus, genau wie das Altglas, das sich schon stapelt, so dass eine große Tasche schon überfüllt ist. Keine Energie? Egal, muss gemacht werden, also müssen die letzten Krümmelchen Energie zusammengesammelt werden, um das Ganze irgendwie zu schaffen. Und das nur, weil die "gute Frau" zu einem Zeitpunkt wenige Tage vor dem Umzug bei uns in der anderen Wohnung war (wir sind innerhalb des Hauses umgezogen), wo der Großteil der Kisten schon gepackt war und wir aber keine Energie aufwenden konnten/wollten (vor allem verschwenden wollten) fürs Putzen vor dem Umzug. Denn mal ganz ehrlich: Wie viel Sinn hat es, die Wohnung zu putzen, wenn überall Kisten und Kartons stehen? Wenn sowieso beim Umzug wir und die Helfer mit normalen Straßenschuhen rein und raus rennen, ergo die Wohnung ohnehin schmutzig wird? Richtig, gar keinen! Deshalb hatten wir auch von Anfang an gesagt, dass wir erst NACH dem Umzug alles putzen werden. Aber die "gute Frau" war natürlich anderer Meinung - wir sollten doch bitte jeden zweiten, besser jeden Tag durchsaugen, gerade wegen der Katzenhaare. Sie hätte ja auch zwei Katzen und auch Hunde und würde das ja auch jeden Tag machen, auch wenn sie ja berufstätig ist und wir ja nur eine Studentin und eine Arbeitssuchende, ergo wir viel mehr Zeit hätten als sie. Das Argument, dass sowohl ich als auch meine Verlobte unter Depressionen leiden und manchmal schon das reine Aufstehen anstrengend genug ist, geschweige dann, irgendwie den Alltag zu regeln - und dass dann für Putzen erst recht keine Energie da ist - konnte oder wollte sie natürlich mal wieder nicht verstehen. Aber was soll man auch erwarten von einer, die ein Jahr benötigt, um dem Vermieter klar zu machen, dass sich Stockflecken zu Schimmelflecken bilden können und dass bei sowas mit einer Schimmelpilz-Allergie nun wirklich nicht zu spaßen sei ...
Und da mein Laptop natürlich im Arbeitszimmer steht und ich keine Lust habe, ihn abzubauen und mit ins Wohnzimmer zu nehmen, werde ich mir jetzt mein Buch schnappen und außerhalb des Arbeitszimmers darauf hoffen, dass der Schimmel sich nicht bis ins Wohnzimmer ausbreitet ^^
Wünsche euch ansonsten eine gute, albtraumfreie Nacht mit angenehm viel Schlaf :)
Bussi Polly
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Samstag, 17. Oktober 2015
Vorstellungspost in einer ES-Gruppe (weil ich das Gefühl hatte, dass das Essverhalten in diese Richtung abrutscht)
Hallo und danke erstmal für die Aufnahme in die Gruppe *unsicher lächel*
Ich bin Polly, 16 - 17 Jahre alt und bin unsere Frontfrau. Warum das x - y und das Frontfrau? Weil wir multipel sind und ich auch erst seit ein paar Jahren (wieder) da bin. Ich selbst habe eigentlich (meiner Meinung nach) keine Essstörung, wenn überhaupt könnte man EDNOS sagen, also es gibt Probleme mit dem Thema Essen, aber mein größeres Problem dabei ist eher, dass nicht ich die Kontrolle habe für dieses Thema, sondern dass es da mindestens zwei andere gibt, vermutlich sogar mehr, die an diesem Thema herumzerren und die Kontrolle darüber haben wollen. Da haben wir auf der einen Seite Amy, die zumindest ziemlich in Richtung Anorexie geht, dann haben wir da Ben, dem Essen eigentlich ziemlich egal ist, Hauptsache lecker. Dann haben wir noch jemand, der/die zumindest bulimische Züge hat (das ist wirklich etwas, was mich zutiefst beunruhigt, weil ich es einmal mitbekommen habe, dass diese Person extra alles mögliche gegessen / getrunken hat, um anschließend alles zum Klo zu bringen - und das ging dieser Person erschreckend leicht von der Hand, genauergesagt brauchte diese Person nicht mal die Hand, kein Hilfsmittel sondern hat es genauso gemacht wie unsere Katzen, wenn die sich mal übergeben). Und ansonsten noch einige Kinder, die gerne und viel Süßkram mögen (klar, sind nun mal Kinder ^^). Aber zusätzlich scheint es noch wen zu geben, der/die teilweise einfach nur alles in sich reinstopft, anschließend sich ziemlich mies fühlt, aber zumindest nicht versucht, das Gegessene wieder rauszubekommen. Immerhin haben wir aber auch jemanden, der/die zumindest oftmals doch noch das Ganze einigermaßen abfangen kann, bevor es zu sehr ausufert.
Tja, das erstmal zu uns ...
Zusätzlich packe ich noch einen Text mit rein, den ich vor ca. einer 3/4 Stunde in einer anderen Gruppe gepostet habe, wo ich schon länger bin, ergo nicht wundern, wenn sich da Infos überschneiden ;)
"mir geht es aktuell nicht so gut, das Thema Essen, Nicht-Essen, Zu-viel-Essen und Essen irgendwie wieder loswerden hat uns gerade wieder ziemlich heftig im Griff. Je nachdem, wer bei uns gerade besonders present ist.
Wenn z.B. Amy besonders stark die Kontrolle hat, wird in der Regel alles extremst restriktiert (heißt das so? also ich meine damit halt, dass wir dann so gut wie nichts essen und wenn doch, uns dann die ganze Zeit darüber Gedanken machen, ob wir das jetzt dürfen, wie viele kcal das jetzt hat, ob das jetzt gesund oder ungesund ist, oder ob wir damit wieder einen FA auslösen könnten).
Wenn Ben die Kontrolle hat, ist das Essen relativ normal.
Aktuell wechseln sich Tage, teilweise Stunden ab, in denen entweder Amy die Kontrolle hat, die Kontrolle verliert (sprich: FA) oder Ben die Kontrolle hat.
Dazu kommt heute zusätzlich noch eine Panikattacke nach der anderen, wir sind die letzten Tage ständig nur noch am Zittern, wir frieren (trotz Heizung auf 3), die Gedanken kreisen um die oben genannten Themen, wir verletzen uns selbst (aber nicht so, dass irgendwer das auf den ersten Blick mitbekommen würde), und wir sind in einem Gedankenstrudel aus "ich will Aufmerksamkeit" aber "ich will alleine sein und mit niemandem etwas zu tun haben", "ich will mit jemandem reden" aber "ich habe panische Angst vor Kommunikation und Interaktion mit anderen Menschen" und "ich will/brauche Hilfe" aber "ich kann mich niemandem öffnen und spiele die Starke, damit niemand merkt, dass es mir nicht gut geht".
Ich erwarte nicht, dass mir wer antwortet oder überhaupt mit mir reden möchte. Aber ich danke einfach jedem, der/die das jetzt komplett durchgelesen hat, weil schon das in-Text-bringen für mich einerseits eine riesige Herausfordung war (die ich gemeistert habe, ergo kann ich darauf stolz sein) und andererseits ist es eine Erleichterung, das einfach mal aus meinem Kopf nach außen reproduziert zu haben. Denn häufig genug dürfen die Worte nicht nach außen dringen, darüber nachdenken ist ok, aber nach außen darf nichts gelangen."
Ich bin Polly, 16 - 17 Jahre alt und bin unsere Frontfrau. Warum das x - y und das Frontfrau? Weil wir multipel sind und ich auch erst seit ein paar Jahren (wieder) da bin. Ich selbst habe eigentlich (meiner Meinung nach) keine Essstörung, wenn überhaupt könnte man EDNOS sagen, also es gibt Probleme mit dem Thema Essen, aber mein größeres Problem dabei ist eher, dass nicht ich die Kontrolle habe für dieses Thema, sondern dass es da mindestens zwei andere gibt, vermutlich sogar mehr, die an diesem Thema herumzerren und die Kontrolle darüber haben wollen. Da haben wir auf der einen Seite Amy, die zumindest ziemlich in Richtung Anorexie geht, dann haben wir da Ben, dem Essen eigentlich ziemlich egal ist, Hauptsache lecker. Dann haben wir noch jemand, der/die zumindest bulimische Züge hat (das ist wirklich etwas, was mich zutiefst beunruhigt, weil ich es einmal mitbekommen habe, dass diese Person extra alles mögliche gegessen / getrunken hat, um anschließend alles zum Klo zu bringen - und das ging dieser Person erschreckend leicht von der Hand, genauergesagt brauchte diese Person nicht mal die Hand, kein Hilfsmittel sondern hat es genauso gemacht wie unsere Katzen, wenn die sich mal übergeben). Und ansonsten noch einige Kinder, die gerne und viel Süßkram mögen (klar, sind nun mal Kinder ^^). Aber zusätzlich scheint es noch wen zu geben, der/die teilweise einfach nur alles in sich reinstopft, anschließend sich ziemlich mies fühlt, aber zumindest nicht versucht, das Gegessene wieder rauszubekommen. Immerhin haben wir aber auch jemanden, der/die zumindest oftmals doch noch das Ganze einigermaßen abfangen kann, bevor es zu sehr ausufert.
Tja, das erstmal zu uns ...
Zusätzlich packe ich noch einen Text mit rein, den ich vor ca. einer 3/4 Stunde in einer anderen Gruppe gepostet habe, wo ich schon länger bin, ergo nicht wundern, wenn sich da Infos überschneiden ;)
"mir geht es aktuell nicht so gut, das Thema Essen, Nicht-Essen, Zu-viel-Essen und Essen irgendwie wieder loswerden hat uns gerade wieder ziemlich heftig im Griff. Je nachdem, wer bei uns gerade besonders present ist.
Wenn z.B. Amy besonders stark die Kontrolle hat, wird in der Regel alles extremst restriktiert (heißt das so? also ich meine damit halt, dass wir dann so gut wie nichts essen und wenn doch, uns dann die ganze Zeit darüber Gedanken machen, ob wir das jetzt dürfen, wie viele kcal das jetzt hat, ob das jetzt gesund oder ungesund ist, oder ob wir damit wieder einen FA auslösen könnten).
Wenn Ben die Kontrolle hat, ist das Essen relativ normal.
Aktuell wechseln sich Tage, teilweise Stunden ab, in denen entweder Amy die Kontrolle hat, die Kontrolle verliert (sprich: FA) oder Ben die Kontrolle hat.
Dazu kommt heute zusätzlich noch eine Panikattacke nach der anderen, wir sind die letzten Tage ständig nur noch am Zittern, wir frieren (trotz Heizung auf 3), die Gedanken kreisen um die oben genannten Themen, wir verletzen uns selbst (aber nicht so, dass irgendwer das auf den ersten Blick mitbekommen würde), und wir sind in einem Gedankenstrudel aus "ich will Aufmerksamkeit" aber "ich will alleine sein und mit niemandem etwas zu tun haben", "ich will mit jemandem reden" aber "ich habe panische Angst vor Kommunikation und Interaktion mit anderen Menschen" und "ich will/brauche Hilfe" aber "ich kann mich niemandem öffnen und spiele die Starke, damit niemand merkt, dass es mir nicht gut geht".
Ich erwarte nicht, dass mir wer antwortet oder überhaupt mit mir reden möchte. Aber ich danke einfach jedem, der/die das jetzt komplett durchgelesen hat, weil schon das in-Text-bringen für mich einerseits eine riesige Herausfordung war (die ich gemeistert habe, ergo kann ich darauf stolz sein) und andererseits ist es eine Erleichterung, das einfach mal aus meinem Kopf nach außen reproduziert zu haben. Denn häufig genug dürfen die Worte nicht nach außen dringen, darüber nachdenken ist ok, aber nach außen darf nichts gelangen."
Freitag, 16. Oktober 2015
krampfhaft festhalten am positiven
Sorry, Leute, dass ich mich jetzt so lange nicht mehr gemeldet habe und auch auf Kommentare nicht geantwortet habe (geschweige denn, diese freigegeben habe).
Uns geht es momentan nicht ganz so gut, sind ständig am dissoziieren, es gibt immer wieder Wechsel, wir kommen zu nichts (fragt bloss nicht, wie es hier aussieht ... eine Tauschmutti bei Frauentausch würde rückwärts heulend wieder rausrennen ... ) ...
Essen ist scheiße, entweder wir essen zu viel, zu wenig, das falsche, restriktieren zu extrem und haben dann Fressanfälle oder bekommen Panik, wenn wir uns anschauen, was und wie viele Kalorien wir zu uns genommen haben. Die Regeln wechseln von Tag zu Tag, und genauso wechselt die "Zuständigkeit" und damit der Druck, wie wichtig die Einhaltung der Regeln ist.
Sport ist momentan auch nicht wirklich drin, der blöde neue Plan vom Fitness-Studio für die Kurse hat uns komplett durcheinander geworfen und seitdem sind wir nicht mehr dort gewesen. Immerhin sind wir jetzt zweimal beim Yoga von der Hochschule aus gewesen, was zumindest ein Anfang ist.
Studium geht Montag wieder weiter, also die Vorlesungen, und wir haben uns zwar vier Sachen ausgesucht, die wir theoretisch schaffen können, aber aktuell ist die Motivation irgendwie noch im Urlaub oder so ...
Allgemein herrschen überwiegend Gedanken vor wie:
- ich schaff das doch eh nicht
- ich bin dafür doch eh zu blöd
- warum soll ich das jetzt machen
- ich will mich verstecken und nie mehr rauskommen
- ich will meine Ruhe (Störungen dieser "Ruhe" werden dann häufig mit Panik quittiert, die aber nur nach innen, nicht nach außen bemerkbar ist)
- wir müssen den Eindruck erwecken, dass es uns gut geht
- Panik weil es schon wieder extremst knapp ist mit dem Geld
- Panik wegen der Vorlesungen
- Panik wegen des Essens
- ich bin fett, schwabbelig, kann nichts
- ich bin ja sogar zu doof für richtige Sit-Ups (ich gehe dabei so extremst ins Hohlkreuz, dass ich vor ein paar Wochen deshalb extremste Rückenschmerzen hatte und dann zum Arzt bin, der mich doof von der Seite angemacht hat, weil ich doch jung und gesund sei und warum ich bei sowas überhaupt zum Arzt rennen würde ... )
Tja, das ist wohl jetzt erstmal die Zusammenfassung der letzten Zeit, mal schauen, ob ich in Zukunft mehr schreiben kann ... aktuell ist es nämlich oftmals so, dass zwar nach innen formuliert werden kann, aber es darf nicht nach außen getragen werden, ergo ich darf nichts aufschreiben - egal ob Forum, Blog, Zettel, Tagebuch, ...
Ich hoffe, ihr habt einen besseren Start ins Wochenende (heute ist doch Freitag, oder? )
Grüße
Polly
Uns geht es momentan nicht ganz so gut, sind ständig am dissoziieren, es gibt immer wieder Wechsel, wir kommen zu nichts (fragt bloss nicht, wie es hier aussieht ... eine Tauschmutti bei Frauentausch würde rückwärts heulend wieder rausrennen ... ) ...
Essen ist scheiße, entweder wir essen zu viel, zu wenig, das falsche, restriktieren zu extrem und haben dann Fressanfälle oder bekommen Panik, wenn wir uns anschauen, was und wie viele Kalorien wir zu uns genommen haben. Die Regeln wechseln von Tag zu Tag, und genauso wechselt die "Zuständigkeit" und damit der Druck, wie wichtig die Einhaltung der Regeln ist.
Sport ist momentan auch nicht wirklich drin, der blöde neue Plan vom Fitness-Studio für die Kurse hat uns komplett durcheinander geworfen und seitdem sind wir nicht mehr dort gewesen. Immerhin sind wir jetzt zweimal beim Yoga von der Hochschule aus gewesen, was zumindest ein Anfang ist.
Studium geht Montag wieder weiter, also die Vorlesungen, und wir haben uns zwar vier Sachen ausgesucht, die wir theoretisch schaffen können, aber aktuell ist die Motivation irgendwie noch im Urlaub oder so ...
Allgemein herrschen überwiegend Gedanken vor wie:
- ich schaff das doch eh nicht
- ich bin dafür doch eh zu blöd
- warum soll ich das jetzt machen
- ich will mich verstecken und nie mehr rauskommen
- ich will meine Ruhe (Störungen dieser "Ruhe" werden dann häufig mit Panik quittiert, die aber nur nach innen, nicht nach außen bemerkbar ist)
- wir müssen den Eindruck erwecken, dass es uns gut geht
- Panik weil es schon wieder extremst knapp ist mit dem Geld
- Panik wegen der Vorlesungen
- Panik wegen des Essens
- ich bin fett, schwabbelig, kann nichts
- ich bin ja sogar zu doof für richtige Sit-Ups (ich gehe dabei so extremst ins Hohlkreuz, dass ich vor ein paar Wochen deshalb extremste Rückenschmerzen hatte und dann zum Arzt bin, der mich doof von der Seite angemacht hat, weil ich doch jung und gesund sei und warum ich bei sowas überhaupt zum Arzt rennen würde ... )
Tja, das ist wohl jetzt erstmal die Zusammenfassung der letzten Zeit, mal schauen, ob ich in Zukunft mehr schreiben kann ... aktuell ist es nämlich oftmals so, dass zwar nach innen formuliert werden kann, aber es darf nicht nach außen getragen werden, ergo ich darf nichts aufschreiben - egal ob Forum, Blog, Zettel, Tagebuch, ...
Ich hoffe, ihr habt einen besseren Start ins Wochenende (heute ist doch Freitag, oder? )
Grüße
Polly
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