Sonntag, 12. Juni 2016

Essen, Schlafen - Leben?

Es ist doch verrückt, wie es momentan so geht ...
Keine Zeit um was zu erledigen,
der Tag besteht gefühlt nur noch aus Essen, "Schlafen" und Arbeit.
Wo ist mein "LEBEN"?

Ist euch schon mal aufgefallen, dass das Wort "Leben" rückwärts "Nebel" heißt?
Und genauso fühlt es sich aktuell an.
Ein Leben im Nebel.
Undurchsichtig.
Undurchdringlich.
Verworren.
Kalt.

Was gehört zu einem "Leben"?
Ab wann wird aus "ich existiere" ein "ich lebe"?
Wenn ich mich wieder spüren kann?
Wenn ich nicht jederzeit mit einem Downkick rechnen muss?
Wenn ich Zeit habe, Zeit mir nehmen kann, für Sachen, die ich gerne mache?
Wenn ich Spaß und Freude empfinde und glücklich bin, nicht tot zu sein?

Woraus sollte ein "Leben" bestehen?
Ist ein Tag, der nur mit Arbeit, Essen und Schlafen ausgefüllt ist, kein Leben?
Oder doch?
Und macht es einen Unterschied, wie und was ich esse?
Und was ich dabei empfinde?
Und wie es mir danach geht?
Macht es einen Unterschied, wie viel ich schlafe?
Gibt es eine Anzahl von Schlaf-Stunden, ab der es "Leben" ist?

Mein "Leben" aktuell besteht aus Essen und Schlafen und Arbeiten.

Das Essen hat sich inzwischen sehr verändert.
Eigentlich seit ich 5:2 mache.
Keine FAs mehr.
Ja, ich kann nicht mal mehr größere Mengen an Süßem essen, ohne dass mir schlecht wird!
Ok, ich kann allgemein keine größeren Mengen mehr essen, ohne dass mir schlecht wird.
Teilweise schaffe ich nicht mal mehr die "normalen" Mengen - aber was ist schon normal?
Früher waren 2 Brötchen normal.
Daheim wurden für jeden 2 Brötchen bestellt.
Und auch heute gibt es am Wochenende immer zum Frühstück 2 Brötchen.
Aber heute konnte ich nach 1,5 Brötchen schon nicht mehr.
Mehr ging einfach nicht.
Und die letzten Wochen habe ich mich immer mehr damit gequält, die 2 Brötchen zu essen.

Über das Schlafen hatte ich in meinem letzten Post ja schon was geschrieben.
Nachts schlafe ich entweder wie ein Stein - oder wache ständig auf.
Und morgens bin ich dann trotzdem fix und fertig.
Und komme nicht in die Puschen.
Wie gut, dass es kein Problem ist, auch mal eine halbe Stunde später auf Arbeit zu erscheinen!
Denn in der letzten Woche ist es mehrfach passiert, dass ich nicht pünktlich da war.
Ok, ich bin aber auch mit dem Fahrrad gefahren statt mit dem Bus.
Und mit dem Fahrrad muss ich selbst entscheiden, wann ich losfahre.
Was es zwar einerseits einfacher macht.
Weil ich gefühlt schneller da bin als mit dem Bus (weil ich dann umsteigen müsste).
Weil ich unabhängig bin von Verspätungen der Busse - und von Streiks.
Es sei denn, mein Fahrrad streikt ^^
Aber das ist zum Glück bisher nicht vorgekommen.
Ok, doch - weil an einem Reifen ein Bauteil gefehlt hat, welches die Luft im Reifen hält xD
Aber andererseits ist es auch komplizierter mit dem Fahrrad zu fahren.
Weil man selbst darauf achten muss, wann man losfährt.
Weil man vor allem für die ansteigenden Streckenabschnitte mehr Zeit einplanen muss.
Weil man für Ampeln mehr Zeit einplanen muss.
Und weil man die Zeit eben nicht so im Blick hat.

Und wenn man gefühlt den ganzen Tag auf Arbeit ist, bleibt weniger Zeit für daheim.
Fürs Putzen.
Für Selbstfürsorge.
Für Zweisamkeit.
Für Entspannung.
Für den Garten (der schon wieder überwuchert ist mit Unkraut).
Für Sachen, die eigentlich dringend erledigt werden müssten.

Aber trotzdem geht es jeden Tag weiter.
Weil es muss.
Weil es besser werden wird.
Weil es besser werden muss.
Weil ich ein Ziel vor Augen habe.
Und weil ich weiter kämpfen will.
Und werde.

Don't be afraid:
Am Ende ist man froh, dass man so mutig war.
(Der Spruch steht heute auf meinem Kalender).
(Und ist einfach mal so wahr).

Donnerstag, 2. Juni 2016

warum hat der Tag nur so wenig Stunden?

Ich bin schon lange nicht mehr hier gewesen.
Auch wenn ich doch eigentlich mehr schreiben wollte.
Euch mehr von meinem Alltag erzählen wollte.
Ohne wirklich was zu sagen.
Denn zu viel sagen ist gefährlich - also passt auf, was ihr sagt!
Gibt nicht zu viel Preis, sonst steht irgendwann jemand vor eurer Tür.

Ich habe in letzter Zeit nichts mehr schreiben können.
Die Zeit hat einfach nicht gereicht.
Warum hat der Tag nur so wenig Stunden?

Morgens stehe ich auf, bereite das Frühstück vor und lege mich nochmal hin.
Weil ich den Schlaf brauche.
Aber der Schlaf braucht mich nicht.
Deshalb verhöhnt er mich.
Und bleibt weg.
Stundenlang.
Bis kurz vor dem Augenblick, wenn ich doch aufstehen sollte.
Dann kommt der Schlaf.
Und verhöhnt mich, indem er mich komplett abschaltet.
Dann geht gar nichts mehr.

Und wenn ich dann aufstehe, muss ich das Frühstück fertig machen.
Mich an den Tisch setzen und was essen.
Egal ob es viel oder wenig ist.
Aber der Körper verlangt es so.
Weil er ansonsten zu schwach wird.
Weil mir sonst die Kontrolle entzogen wird.
Und dann kommt wer anderes und frisst einfach.

Nach dem Frühstück geht es auf zur Arbeit.
Ok, eigentlich ist es "nur" ein Praktikum.
Habe ich eigentlich schon gesagt, dass ich den Studiengang wechseln werde?
Kein Maschinenbau mehr.
Weil ich mir mich nicht in dem Bereich vorstellen kann.
Dafür Soziale Arbeit.
Und dafür auch das Praktikum.
Weil es vor dem 3. Semester geschafft sein muss.
Und ich bis zum Studienbeginn ja noch Zeit habe.
Deshalb ist jetzt Praktikum angesagt.
Dieses ist Praktikum Nummer 1.
Das mache ich 3 Monate.
Danach noch jeweils 1 Monat in zwei anderen Bereichen.
Das Praktikum jetzt macht wirklich Spaß!
Ich bin gefordert.
Ich lerne wahnsinnig viel.
Und ich darf Fehler machen, und daraus lernen.

Nach der Arbeit nach Hause.
Dann ist es schon so spät, dass kaum noch irgendwas gemacht werden kann.
Vielleicht noch was essen.
Oder was trinken.
Oder was lesen.
Aber ansonsten geht es bald ins Bett.
Um für den nächsten Tag einigermaßen fit zu sein.
Nur dass der Schlaf mich wieder verhöhnt.
Und ich trotzdem nicht fit werde.
Egal ob 5 Stunden oder 9.

Aber ich mache weiter.
Auch wenn es schwer ist.
Auch wenn ich immer zu wenig Energie habe.
Auch wenn ich mein Lächeln faken muss.
Es kommen auch wieder bessere Tage ....