Ich hätte mich eigentlich viel eher melden sollen :(
Ich habe das Gefühl, dass es hier noch Leute gibt, die sich Sorgen machen, wenn ich nichts schreibe ...
Aktuell ist leider die Energie nur sehr begrenzt vorhanden und wird fast komplett für das Praktikum gebraucht. Denn auch wenn dieses Spaß macht, sind die 8 Stunden Arbeit doch nicht ganz ohne ...
Aktuell arbeite ich mit Menschen, die die Nervenkrankheit Multiple Sklerose haben. Und zwar in wirklich sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Manche können zumindest noch ein paar Schritte alleine gehen, andere brauchen einen Rollator oder sogar einen Rollstuhl - wobei viele auch einen E-Rollstuhl haben, weil das einfacher ist (und sie dann auch selbständig irgendwo hinfahren können und nicht immer darauf angewiesen sind, dass man sie unterstützt beim Fahren ;) ). Dann gibt es die einen, die sich auch noch selbst im Rollstuhl nochmal richtig hinsetzen können, wenn sie nach vorne rutschen - und es gibt diejenigen, die man wirklich von außen hochziehen muss, weil sie in der Körpermitte gar keine Kontrolle mehr haben. Außerdem gibt es manche, die sich noch sehr gut artikulieren können - während andere kaum noch verständliche Worte von sich geben können und daher auf Sprachcomputer angewiesen sind.
Also insgesamt eine sehr "bunte" Mischung. Genau wie die Aufgaben, die ich dort übernehme. Meistens gehe ich morgens mit anderen Leuten mit, die dort angestellt sind, und nachmittags gehe ich mit einem der Bewohner einkaufen oder wohin der jeweilige Bewohner eben gerade möchte. Besonders schön ist es, wenn man sieht wie die Bewohner "Aufgaben" schaffen, die sie sich selbst kaum noch zugetraut hätten. So einen Fall hatte ich nämlich heute: Ich habe einer Person immer wieder mitgeteilt, dass ich ihr zutraue, selbständig den Schlüssel in die Wohnungstür zu stecken und die Tür zu öffnen - und nach mehreren Versuchen hat diese Person das auch geschafft!
Ich bin einfach der Meinung, dass man Menschen durchaus auch Sachen zutrauen sollte, von denen sie im ersten Moment sagen, dass sie sie ewig nicht gemacht hätten und daher gar nicht mehr könnten. Gut, die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus dem Rollstuhl aufsteht und wieder laufen kann, während diese Person sonst eher zusammengesunken im Rollstuhl sitzt, ist wohl sehr gering bis nicht vorhanden. Aber es geht ja nicht darum, direkt das "Unmögliche" zu versuchen, sondern es geht darum, kleine / kleinste Schritte wieder zu wagen und eben so scheinbar banale Dinge wie das Öffnen einer Tür, das Anziehen eines Oberteils, das Kochen von Spiegelei mit nur einer Hand, immer wieder auszuprobieren und zu üben. Wieder eigenständiger werden. Wieder neuen Mut schöpfen. Wieder die Freude in das eigene Leben einzuladen.
Bei mir ist es aktuell also sehr chaotisch, meine Energie reicht für die Arbeit - und die Hausarbeit bleibt dann bis zum Wochenende stehen. Dazu kommen ständige und abrupte Stimmungswechsel, Energiewechsel und auch Switches (also ein Wechsel innerhalb des Systems, wenn eine andere Innenperson (mit) nach vorne kommt). Das ist anstrengend und zusätzlich Kräfte raubend. Aber wir sind noch da und wir werden uns da weiter durchkämpfen.
Zusätzlich stehen noch verschiedene "Problemfelder" hier nebeneinander: Unser Vermieter hasst uns und will uns vors Gericht zerren, da wir angeblich grundlos die Miete mindern würden (dabei ist der Schimmel mehr als sichtbar und schon ziemlich massiv). Die erste Rückmeldung für das Studium war eine Absage - also muss jetzt auf die 2. oder 3. Nachrückerrunde gehofft werden und wenn das nichts wird, müssen wir im September dort persönlich zu einer Veranstaltung und auf einen Platz hoffen. Zusätzlich hatten wir aufgrund der Igel im Schuppen (da waren drei oder vier Babyigel gewesen - soooo süüüüüß ) leider Flöhe in der Wohnung, weil ich mein Fahrrad dort abstellen musste - aber zumindest sieht es so aus, als hätten wir diese blöden Flöhe besiegt. Und dann ist da natürlich noch das "allseits beliebte" Problemfeld Gewicht - denn 76 kg sind einfach massiv zu viel. Heißt also wieder: Besser planen, was ich zu essen mit zur Arbeit nehme. Und auch allgemein besser planen und ab Montag mache ich dann wieder HSGD und "verspreche" hiermit, dass ich diesmal auch wirklich durchhalten werde! Mindestens die 30 Tage, besser noch die extended Version (also 90 Tage). Dazu werde ich aber am Sonntag nochmal was schreiben :D
So, und da der Körper langsam mal wieder etwas Schlaf braucht, werde ich mich gleich ins Bett begeben und wünsche euch allen eine geruhsame Nacht <3
Samstag, 20. August 2016
Sonntag, 12. Juni 2016
Essen, Schlafen - Leben?
Es ist doch verrückt, wie es momentan so geht ...
Keine Zeit um was zu erledigen,
der Tag besteht gefühlt nur noch aus Essen, "Schlafen" und Arbeit.
Wo ist mein "LEBEN"?
Ist euch schon mal aufgefallen, dass das Wort "Leben" rückwärts "Nebel" heißt?
Und genauso fühlt es sich aktuell an.
Ein Leben im Nebel.
Undurchsichtig.
Undurchdringlich.
Verworren.
Kalt.
Was gehört zu einem "Leben"?
Ab wann wird aus "ich existiere" ein "ich lebe"?
Wenn ich mich wieder spüren kann?
Wenn ich nicht jederzeit mit einem Downkick rechnen muss?
Wenn ich Zeit habe, Zeit mir nehmen kann, für Sachen, die ich gerne mache?
Wenn ich Spaß und Freude empfinde und glücklich bin, nicht tot zu sein?
Woraus sollte ein "Leben" bestehen?
Ist ein Tag, der nur mit Arbeit, Essen und Schlafen ausgefüllt ist, kein Leben?
Oder doch?
Und macht es einen Unterschied, wie und was ich esse?
Und was ich dabei empfinde?
Und wie es mir danach geht?
Macht es einen Unterschied, wie viel ich schlafe?
Gibt es eine Anzahl von Schlaf-Stunden, ab der es "Leben" ist?
Mein "Leben" aktuell besteht aus Essen und Schlafen und Arbeiten.
Das Essen hat sich inzwischen sehr verändert.
Eigentlich seit ich 5:2 mache.
Keine FAs mehr.
Ja, ich kann nicht mal mehr größere Mengen an Süßem essen, ohne dass mir schlecht wird!
Ok, ich kann allgemein keine größeren Mengen mehr essen, ohne dass mir schlecht wird.
Teilweise schaffe ich nicht mal mehr die "normalen" Mengen - aber was ist schon normal?
Früher waren 2 Brötchen normal.
Daheim wurden für jeden 2 Brötchen bestellt.
Und auch heute gibt es am Wochenende immer zum Frühstück 2 Brötchen.
Aber heute konnte ich nach 1,5 Brötchen schon nicht mehr.
Mehr ging einfach nicht.
Und die letzten Wochen habe ich mich immer mehr damit gequält, die 2 Brötchen zu essen.
Über das Schlafen hatte ich in meinem letzten Post ja schon was geschrieben.
Nachts schlafe ich entweder wie ein Stein - oder wache ständig auf.
Und morgens bin ich dann trotzdem fix und fertig.
Und komme nicht in die Puschen.
Wie gut, dass es kein Problem ist, auch mal eine halbe Stunde später auf Arbeit zu erscheinen!
Denn in der letzten Woche ist es mehrfach passiert, dass ich nicht pünktlich da war.
Ok, ich bin aber auch mit dem Fahrrad gefahren statt mit dem Bus.
Und mit dem Fahrrad muss ich selbst entscheiden, wann ich losfahre.
Was es zwar einerseits einfacher macht.
Weil ich gefühlt schneller da bin als mit dem Bus (weil ich dann umsteigen müsste).
Weil ich unabhängig bin von Verspätungen der Busse - und von Streiks.
Es sei denn, mein Fahrrad streikt ^^
Aber das ist zum Glück bisher nicht vorgekommen.
Ok, doch - weil an einem Reifen ein Bauteil gefehlt hat, welches die Luft im Reifen hält xD
Aber andererseits ist es auch komplizierter mit dem Fahrrad zu fahren.
Weil man selbst darauf achten muss, wann man losfährt.
Weil man vor allem für die ansteigenden Streckenabschnitte mehr Zeit einplanen muss.
Weil man für Ampeln mehr Zeit einplanen muss.
Und weil man die Zeit eben nicht so im Blick hat.
Und wenn man gefühlt den ganzen Tag auf Arbeit ist, bleibt weniger Zeit für daheim.
Fürs Putzen.
Für Selbstfürsorge.
Für Zweisamkeit.
Für Entspannung.
Für den Garten (der schon wieder überwuchert ist mit Unkraut).
Für Sachen, die eigentlich dringend erledigt werden müssten.
Aber trotzdem geht es jeden Tag weiter.
Weil es muss.
Weil es besser werden wird.
Weil es besser werden muss.
Weil ich ein Ziel vor Augen habe.
Und weil ich weiter kämpfen will.
Und werde.
Don't be afraid:
Am Ende ist man froh, dass man so mutig war.
(Der Spruch steht heute auf meinem Kalender).
(Und ist einfach mal so wahr).
Keine Zeit um was zu erledigen,
der Tag besteht gefühlt nur noch aus Essen, "Schlafen" und Arbeit.
Wo ist mein "LEBEN"?
Ist euch schon mal aufgefallen, dass das Wort "Leben" rückwärts "Nebel" heißt?
Und genauso fühlt es sich aktuell an.
Ein Leben im Nebel.
Undurchsichtig.
Undurchdringlich.
Verworren.
Kalt.
Was gehört zu einem "Leben"?
Ab wann wird aus "ich existiere" ein "ich lebe"?
Wenn ich mich wieder spüren kann?
Wenn ich nicht jederzeit mit einem Downkick rechnen muss?
Wenn ich Zeit habe, Zeit mir nehmen kann, für Sachen, die ich gerne mache?
Wenn ich Spaß und Freude empfinde und glücklich bin, nicht tot zu sein?
Woraus sollte ein "Leben" bestehen?
Ist ein Tag, der nur mit Arbeit, Essen und Schlafen ausgefüllt ist, kein Leben?
Oder doch?
Und macht es einen Unterschied, wie und was ich esse?
Und was ich dabei empfinde?
Und wie es mir danach geht?
Macht es einen Unterschied, wie viel ich schlafe?
Gibt es eine Anzahl von Schlaf-Stunden, ab der es "Leben" ist?
Mein "Leben" aktuell besteht aus Essen und Schlafen und Arbeiten.
Das Essen hat sich inzwischen sehr verändert.
Eigentlich seit ich 5:2 mache.
Keine FAs mehr.
Ja, ich kann nicht mal mehr größere Mengen an Süßem essen, ohne dass mir schlecht wird!
Ok, ich kann allgemein keine größeren Mengen mehr essen, ohne dass mir schlecht wird.
Teilweise schaffe ich nicht mal mehr die "normalen" Mengen - aber was ist schon normal?
Früher waren 2 Brötchen normal.
Daheim wurden für jeden 2 Brötchen bestellt.
Und auch heute gibt es am Wochenende immer zum Frühstück 2 Brötchen.
Aber heute konnte ich nach 1,5 Brötchen schon nicht mehr.
Mehr ging einfach nicht.
Und die letzten Wochen habe ich mich immer mehr damit gequält, die 2 Brötchen zu essen.
Über das Schlafen hatte ich in meinem letzten Post ja schon was geschrieben.
Nachts schlafe ich entweder wie ein Stein - oder wache ständig auf.
Und morgens bin ich dann trotzdem fix und fertig.
Und komme nicht in die Puschen.
Wie gut, dass es kein Problem ist, auch mal eine halbe Stunde später auf Arbeit zu erscheinen!
Denn in der letzten Woche ist es mehrfach passiert, dass ich nicht pünktlich da war.
Ok, ich bin aber auch mit dem Fahrrad gefahren statt mit dem Bus.
Und mit dem Fahrrad muss ich selbst entscheiden, wann ich losfahre.
Was es zwar einerseits einfacher macht.
Weil ich gefühlt schneller da bin als mit dem Bus (weil ich dann umsteigen müsste).
Weil ich unabhängig bin von Verspätungen der Busse - und von Streiks.
Es sei denn, mein Fahrrad streikt ^^
Aber das ist zum Glück bisher nicht vorgekommen.
Ok, doch - weil an einem Reifen ein Bauteil gefehlt hat, welches die Luft im Reifen hält xD
Aber andererseits ist es auch komplizierter mit dem Fahrrad zu fahren.
Weil man selbst darauf achten muss, wann man losfährt.
Weil man vor allem für die ansteigenden Streckenabschnitte mehr Zeit einplanen muss.
Weil man für Ampeln mehr Zeit einplanen muss.
Und weil man die Zeit eben nicht so im Blick hat.
Und wenn man gefühlt den ganzen Tag auf Arbeit ist, bleibt weniger Zeit für daheim.
Fürs Putzen.
Für Selbstfürsorge.
Für Zweisamkeit.
Für Entspannung.
Für den Garten (der schon wieder überwuchert ist mit Unkraut).
Für Sachen, die eigentlich dringend erledigt werden müssten.
Aber trotzdem geht es jeden Tag weiter.
Weil es muss.
Weil es besser werden wird.
Weil es besser werden muss.
Weil ich ein Ziel vor Augen habe.
Und weil ich weiter kämpfen will.
Und werde.
Don't be afraid:
Am Ende ist man froh, dass man so mutig war.
(Der Spruch steht heute auf meinem Kalender).
(Und ist einfach mal so wahr).
Donnerstag, 2. Juni 2016
warum hat der Tag nur so wenig Stunden?
Ich bin schon lange nicht mehr hier gewesen.
Auch wenn ich doch eigentlich mehr schreiben wollte.
Euch mehr von meinem Alltag erzählen wollte.
Ohne wirklich was zu sagen.
Denn zu viel sagen ist gefährlich - also passt auf, was ihr sagt!
Gibt nicht zu viel Preis, sonst steht irgendwann jemand vor eurer Tür.
Ich habe in letzter Zeit nichts mehr schreiben können.
Die Zeit hat einfach nicht gereicht.
Warum hat der Tag nur so wenig Stunden?
Morgens stehe ich auf, bereite das Frühstück vor und lege mich nochmal hin.
Weil ich den Schlaf brauche.
Aber der Schlaf braucht mich nicht.
Deshalb verhöhnt er mich.
Und bleibt weg.
Stundenlang.
Bis kurz vor dem Augenblick, wenn ich doch aufstehen sollte.
Dann kommt der Schlaf.
Und verhöhnt mich, indem er mich komplett abschaltet.
Dann geht gar nichts mehr.
Und wenn ich dann aufstehe, muss ich das Frühstück fertig machen.
Mich an den Tisch setzen und was essen.
Egal ob es viel oder wenig ist.
Aber der Körper verlangt es so.
Weil er ansonsten zu schwach wird.
Weil mir sonst die Kontrolle entzogen wird.
Und dann kommt wer anderes und frisst einfach.
Nach dem Frühstück geht es auf zur Arbeit.
Ok, eigentlich ist es "nur" ein Praktikum.
Habe ich eigentlich schon gesagt, dass ich den Studiengang wechseln werde?
Kein Maschinenbau mehr.
Weil ich mir mich nicht in dem Bereich vorstellen kann.
Dafür Soziale Arbeit.
Und dafür auch das Praktikum.
Weil es vor dem 3. Semester geschafft sein muss.
Und ich bis zum Studienbeginn ja noch Zeit habe.
Deshalb ist jetzt Praktikum angesagt.
Dieses ist Praktikum Nummer 1.
Das mache ich 3 Monate.
Danach noch jeweils 1 Monat in zwei anderen Bereichen.
Das Praktikum jetzt macht wirklich Spaß!
Ich bin gefordert.
Ich lerne wahnsinnig viel.
Und ich darf Fehler machen, und daraus lernen.
Nach der Arbeit nach Hause.
Dann ist es schon so spät, dass kaum noch irgendwas gemacht werden kann.
Vielleicht noch was essen.
Oder was trinken.
Oder was lesen.
Aber ansonsten geht es bald ins Bett.
Um für den nächsten Tag einigermaßen fit zu sein.
Nur dass der Schlaf mich wieder verhöhnt.
Und ich trotzdem nicht fit werde.
Egal ob 5 Stunden oder 9.
Aber ich mache weiter.
Auch wenn es schwer ist.
Auch wenn ich immer zu wenig Energie habe.
Auch wenn ich mein Lächeln faken muss.
Es kommen auch wieder bessere Tage ....
Auch wenn ich doch eigentlich mehr schreiben wollte.
Euch mehr von meinem Alltag erzählen wollte.
Ohne wirklich was zu sagen.
Denn zu viel sagen ist gefährlich - also passt auf, was ihr sagt!
Gibt nicht zu viel Preis, sonst steht irgendwann jemand vor eurer Tür.
Ich habe in letzter Zeit nichts mehr schreiben können.
Die Zeit hat einfach nicht gereicht.
Warum hat der Tag nur so wenig Stunden?
Morgens stehe ich auf, bereite das Frühstück vor und lege mich nochmal hin.
Weil ich den Schlaf brauche.
Aber der Schlaf braucht mich nicht.
Deshalb verhöhnt er mich.
Und bleibt weg.
Stundenlang.
Bis kurz vor dem Augenblick, wenn ich doch aufstehen sollte.
Dann kommt der Schlaf.
Und verhöhnt mich, indem er mich komplett abschaltet.
Dann geht gar nichts mehr.
Und wenn ich dann aufstehe, muss ich das Frühstück fertig machen.
Mich an den Tisch setzen und was essen.
Egal ob es viel oder wenig ist.
Aber der Körper verlangt es so.
Weil er ansonsten zu schwach wird.
Weil mir sonst die Kontrolle entzogen wird.
Und dann kommt wer anderes und frisst einfach.
Nach dem Frühstück geht es auf zur Arbeit.
Ok, eigentlich ist es "nur" ein Praktikum.
Habe ich eigentlich schon gesagt, dass ich den Studiengang wechseln werde?
Kein Maschinenbau mehr.
Weil ich mir mich nicht in dem Bereich vorstellen kann.
Dafür Soziale Arbeit.
Und dafür auch das Praktikum.
Weil es vor dem 3. Semester geschafft sein muss.
Und ich bis zum Studienbeginn ja noch Zeit habe.
Deshalb ist jetzt Praktikum angesagt.
Dieses ist Praktikum Nummer 1.
Das mache ich 3 Monate.
Danach noch jeweils 1 Monat in zwei anderen Bereichen.
Das Praktikum jetzt macht wirklich Spaß!
Ich bin gefordert.
Ich lerne wahnsinnig viel.
Und ich darf Fehler machen, und daraus lernen.
Nach der Arbeit nach Hause.
Dann ist es schon so spät, dass kaum noch irgendwas gemacht werden kann.
Vielleicht noch was essen.
Oder was trinken.
Oder was lesen.
Aber ansonsten geht es bald ins Bett.
Um für den nächsten Tag einigermaßen fit zu sein.
Nur dass der Schlaf mich wieder verhöhnt.
Und ich trotzdem nicht fit werde.
Egal ob 5 Stunden oder 9.
Aber ich mache weiter.
Auch wenn es schwer ist.
Auch wenn ich immer zu wenig Energie habe.
Auch wenn ich mein Lächeln faken muss.
Es kommen auch wieder bessere Tage ....
Sonntag, 20. März 2016
durch tiefe Täler wandern und so tun, als wären es blühende Wiesen ...
Kurzfristig geht alles super, kurzfristig habe ich die Energie, Sachen anzupacken, die gemacht werden müssen. Den Haushalt zu schmeißen. Zu Terminen zu gehen. Meine Verlobte zum Spiel zu begleiten - wobei auch das nur noch funktioniert, weil ich das ganze Spiel über eine Kamera in der Hand halte und nur auf die Einstellung und Sichtweise der Kamera achte und eben nicht auf alles drum herum.
Weil ich funktionieren muss.
Weil ich nicht schlapp machen darf.
Weil es mir nicht schlecht gehen darf.
Weil niemand etwas mitbekommen darf.
Und dann falle ich wieder in dieses tiefe Loch.
Gehe wieder durch das tiefe und finstere Tal.
Und kann es wieder nicht zugeben.
Niemand darf merken, wie es mir wirklich geht.
Selbst die Therapeutin und die Psychiaterin sehen nur einen Bruchteil.
Selbst meine Verlobte bekommt nicht alles mit.
Weil ich nicht schwach sein darf.
Weil niemand sehen darf, dass es mir nicht gut geht.
Weil ich niemanden enttäuschen darf.
Weil ich doch nur eine einzige Enttäuschung bin.
Was habe ich denn schon geschafft?
Ich habe eine Ausbildung - in einem Beruf, den ich nicht ausüben will.
Ich habe jahrelang studiert - einen Studiengang, an dessen Ende ich kein Licht sehe.
Wie immer treu auf der Linie.
Wie immer so geradeaus wie möglich.
Kurven im Lebenslauf? Bitte nicht.
Auflehnung gegen die Eltern? Auf keinen Fall!
Schwäche zeigen und zusammenbrechen? Bloß nicht!!
Erst so langsam komme ich überhaupt dahin,
dass ich mir selbst eingestehen kann,
dass ich die Linie nicht weiter verfolgen will.
dass ich die Linie nicht weiter verfolgen WILL.
dass ich ein eigenes Leben habe.
dass ich für mein eigenes Leben kämpfen muss.
Aber wie kämpft man - wenn man es nie gelernt hat?
Wie kämpft man - wenn jede kleinste Planabweichung immer sofort bestraft wurde?
Wie kämpft man - wenn Kämpfen heißt, dass man doppelt zu leiden hat?
Ja, sag, wie kämpft man?
Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft - hat schon verloren.
Wir haben schon zu viel verloren.
Unsere Zuversicht.
Unsere Sicht auf die Zukunft.
Unser Selbstvertrauen.
Unser Recht zu Kämpfen?
Darf ich kämpfen?
Darf ich straucheln?
Darf ich fallen?
Und wenn ich falle - bin ich in der Lage, selbst wieder auf die Beine zu kommen?
Und wenn ich nicht in der Lage bin - wer hilft mir? wer fängt mich auf?
Ja, wer fängt mich auf.
Meine Verlobte fängt mich auf.
Meine Therapeutin fängt mich auf.
Aber allein das Wissen reicht nicht, wenn das Vertrauen auf das Auffangen fehlt.
Nicht, dass mir jetzt wer fehlendes Vertrauen zu meiner Verlobten unterstellt! Oh nein, weit gefehlt.
Aber das Vertrauen, dass jemand da ist, wenn ich falle - das muss erst noch wachsen.
Wer kann es mir verübeln?
Wenn wir früher gefallen sind - wurde nochmal nachgetreten.
Ja, nicht nur, wenn wir gefallen sind - es wurde immer getreten!
Es gab keine Seite, zu der wir uns wenden konnten, auf der wir Schutz gefunden hätten!
Wer kann es uns da verübeln, dass wir kein Vertrauen haben?
Wer kann es uns da verübeln, dass wir Angst vorm Fallen haben?
Und dass wir deshalb nicht zeigen dürfen, dass wir schon so gut wie unten sind?
Und daher das nicht mal zeigen können!?!
Lange Zeit war es still hier auf unserem Blog - das tut uns Leid für alle, die sich um uns Sorgen gemacht haben. Das war nicht unsere Absicht. Es gab - und gibt immer wieder - Momente, in denen der Kontakt nach draußen verboten ist. Dann darf weder geschrieben noch gelesen werden. Dann ist alles verboten, wodurch andere von unserer Existenz erfahren könnten. Wir dürfen nicht sein. Nicht schwach sein. Nicht auffallen. Nicht zur Last fallen.
Danke an alle, die trotz allem noch unseren Blog besuchen. Die uns lesen und uns zeigen, dass wir uns zeigen dürfen. Dass wir nicht so wertlos sind, wie wir uns oft fühlen.
Danke.
Weil ich funktionieren muss.
Weil ich nicht schlapp machen darf.
Weil es mir nicht schlecht gehen darf.
Weil niemand etwas mitbekommen darf.
Und dann falle ich wieder in dieses tiefe Loch.
Gehe wieder durch das tiefe und finstere Tal.
Und kann es wieder nicht zugeben.
Niemand darf merken, wie es mir wirklich geht.
Selbst die Therapeutin und die Psychiaterin sehen nur einen Bruchteil.
Selbst meine Verlobte bekommt nicht alles mit.
Weil ich nicht schwach sein darf.
Weil niemand sehen darf, dass es mir nicht gut geht.
Weil ich niemanden enttäuschen darf.
Weil ich doch nur eine einzige Enttäuschung bin.
Was habe ich denn schon geschafft?
Ich habe eine Ausbildung - in einem Beruf, den ich nicht ausüben will.
Ich habe jahrelang studiert - einen Studiengang, an dessen Ende ich kein Licht sehe.
Wie immer treu auf der Linie.
Wie immer so geradeaus wie möglich.
Kurven im Lebenslauf? Bitte nicht.
Auflehnung gegen die Eltern? Auf keinen Fall!
Schwäche zeigen und zusammenbrechen? Bloß nicht!!
Erst so langsam komme ich überhaupt dahin,
dass ich mir selbst eingestehen kann,
dass ich die Linie nicht weiter verfolgen will.
dass ich die Linie nicht weiter verfolgen WILL.
dass ich ein eigenes Leben habe.
dass ich für mein eigenes Leben kämpfen muss.
Aber wie kämpft man - wenn man es nie gelernt hat?
Wie kämpft man - wenn jede kleinste Planabweichung immer sofort bestraft wurde?
Wie kämpft man - wenn Kämpfen heißt, dass man doppelt zu leiden hat?
Ja, sag, wie kämpft man?
Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft - hat schon verloren.
Wir haben schon zu viel verloren.
Unsere Zuversicht.
Unsere Sicht auf die Zukunft.
Unser Selbstvertrauen.
Unser Recht zu Kämpfen?
Darf ich kämpfen?
Darf ich straucheln?
Darf ich fallen?
Und wenn ich falle - bin ich in der Lage, selbst wieder auf die Beine zu kommen?
Und wenn ich nicht in der Lage bin - wer hilft mir? wer fängt mich auf?
Ja, wer fängt mich auf.
Meine Verlobte fängt mich auf.
Meine Therapeutin fängt mich auf.
Aber allein das Wissen reicht nicht, wenn das Vertrauen auf das Auffangen fehlt.
Nicht, dass mir jetzt wer fehlendes Vertrauen zu meiner Verlobten unterstellt! Oh nein, weit gefehlt.
Aber das Vertrauen, dass jemand da ist, wenn ich falle - das muss erst noch wachsen.
Wer kann es mir verübeln?
Wenn wir früher gefallen sind - wurde nochmal nachgetreten.
Ja, nicht nur, wenn wir gefallen sind - es wurde immer getreten!
Es gab keine Seite, zu der wir uns wenden konnten, auf der wir Schutz gefunden hätten!
Wer kann es uns da verübeln, dass wir kein Vertrauen haben?
Wer kann es uns da verübeln, dass wir Angst vorm Fallen haben?
Und dass wir deshalb nicht zeigen dürfen, dass wir schon so gut wie unten sind?
Und daher das nicht mal zeigen können!?!
Lange Zeit war es still hier auf unserem Blog - das tut uns Leid für alle, die sich um uns Sorgen gemacht haben. Das war nicht unsere Absicht. Es gab - und gibt immer wieder - Momente, in denen der Kontakt nach draußen verboten ist. Dann darf weder geschrieben noch gelesen werden. Dann ist alles verboten, wodurch andere von unserer Existenz erfahren könnten. Wir dürfen nicht sein. Nicht schwach sein. Nicht auffallen. Nicht zur Last fallen.
Danke an alle, die trotz allem noch unseren Blog besuchen. Die uns lesen und uns zeigen, dass wir uns zeigen dürfen. Dass wir nicht so wertlos sind, wie wir uns oft fühlen.
Danke.
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